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Die KiHo verleiht die Ehrendoktorwürde an Joachim Waurisch

Die Kirchliche Hochschule Wuppertal hat am vergangenen 1. November den Titel „Doktor der Theologie ehrenhalber“, wie es heißt, „für besondere wissenschaftliche Leistungen oder sonstige ausgezeichnete Verdienste um Theologie und Kirche“ unserem langjährigen und sehr geschätzten Kollegen Dipl.-Bibl. M.Th. Joachim Waurisch im Rahmen eines festlichen Programmes verliehen.

Die Kirchliche Hochschule hat auf der Seite https://kiho-wuppertal.de/ehrenpromotion/ einige Fotos von der Veranstaltung veröffentlicht.

Hier lesen Sie einen kurzen Bericht von der Festveranstaltung:

Die Veranstaltung fand statt am 90-jährigen Bestehens-Tag der Kirchlichen Hochschule und feierte zugleich die Bibliothek der KiHo mit ihrer ebenfalls 90-jährigen Geschichte und das 20-jährige Bestehen der Hochschul- und Landeskirchenbibliothek. Diese ist 2005 aus der Fusion der Bibliothek der Kirchlichen Hochschule mit der Landeskirchlichen Bibliothek hervorgegangen.

Nach der Begrüßung durch die Rektorin der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, Prof. Dr. Michaela Geiger, und einem Grußwort von Dr. Volker Haarmann, Leiter des Dezernats Theologie der EKiR, gab es zwei Festvorträge.

Ingrid Leifert, ehemalige Leiterin der HLB Wuppertal, hielt ihren Vortrag mit dem Titel „Gestempelt. Bücher der Hochschul- und Landeskirchenbibliothek erzählen ihre Geschichte(n)“, in dem sie durch die 90jährige Geschichte der Bibliothek der Kirchlichen Hochschule führte. Die ersten Jahre der KiHo mit der Gründung am 1.11.1935, dem schnellen Verbot, dem zeitweisen Arbeiten im Untergrund bis hin zur Wiedereröffnung 1945 waren unruhige Zeiten, in denen eine Bibliothek zwar mit Geschenken z.B. von den Bekenntnispfarrern aufgebaut wurde, dieselbe aber auch in Teilen wieder verlorenging. Die verschiedenen Stempel zeugen von dieser wechselvollen Geschichte aus dem Beginn der Sammlung. Erst ab den 50er Jahren, als dann die Fachkraft Gertrud Stork eingestellt wurde, die über 40 Jahre die Bibliothek leitete und den Bestandsaufbau verantwortete, gab es Kontinuität. Ingrid Leiferts Vortrag führte bis in die Gegenwart, in der die HLB nun nicht mehr nur eine reine Büchersammlung mit Buchstempeln ist, sondern ihre Stempel auch bei den elektronischen Medien als Icons und Logos setzt.

Nachfolgend hielt Reinhard Feldmann, Historiker, Buchwissenschaftler und Experte für Bestandserhaltung einen Festvortrag zum Thema: „Sammeln – Erschließen – Bewahren: Die Bibliothek zwischen Tradition und Moderne“. Er unternahm eine eindrucksvolle tour d’horizon durch die Buchgeschichte, bevor er über das Buch und Medien heute, ihre Bedeutung in kulturgeschichtlicher Hinsicht und die Frage der Bestandserhaltung, ja das Gebot der Bewahrung sprach. Büchersammlungen sind Quelle für heutige und zukünftige Forschung und ermöglichen eine dauerhafte Wissensaneignung. Bibliotheken sind als Infrastruktureinrichtungen für Forschung und Lehre auch Garanten von Meinungsfreiheit und -vielfalt. Gerade in Zeiten von Fake-News sind Vollständigkeit, Ausgewogenheit, Nicht-Manipulierbarkeit von Informationen Schlüssel zur Erkenntnis, zum Wissen und zur Bildung. Hier haben alle Arten von Medien Vor- und Nachteile – wichtig sind die dahinterstehenden Institutionen und Menschen, die diese Informationen sammeln, vermitteln, schützen und vor allem: bewahren.

Nach diesem Vortragsprogramm hielt Prof. Dr. Nicole Kuropka eine berührende Laudatio auf Joachim Waurisch, in der sie seinen persönlichen Werdegang, sein Wirken für die Studierenden der KiHo in so vielen Jahren und seine Verdienste um die Erforschung der Geschichte der KiHo ausführte. Hierauf folgte die feierliche Verleihung der Ehrendoktorwürde durch Verlesen und Übergabe der Urkunde an Dipl.-Bibl. M.Th. Joachim Waurisch durch die Rektorin Prof. Dr. Michaela Geiger. In seiner Dankesrede bedankte sich Joachim Waurisch nicht nur bei der KiHo, sondern auch bei allen Menschen, die ihn geprägt und gefördert haben. Ein Wort von Freund zu Freund von apl. Prof. Dr. Joachim von Soosten beschloss die Festveranstaltung im Audimax. Für einen geselligen Ausklang lud die Bibliothek danach in ihr Foyer ein – eine Einladung, der viele gerne folgten.

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